Der evangelische Religionsunterricht hat im Fächerkanon der Schule die Aufgabe, der Kommunikation der Schülerinnen und Schüler mit der christlichen Tradition in der gegenwärtigen Welt zu dienen. Mit dem Religionsunterricht nimmt die Kirche Bildungsverantwortung in der pluralen Gesellschaft am Ort der Schule wahr.

Das Fach Religion nimmt somit eine gesonderte Rolle im allgemeinen Fächerkatalog ein. Im Unterricht bleibt neben der Vermittlung religiösen Grundwissens Zeit für Diskussion, Austausch, kreatives Gestalten und eigene Gedanken. Um dies zu verwirklichen, treten wir auch mit Pfarrer Gruzlewski von der Laetare Kirche in Kontakt, indem wir ihn in der Kirche besuchen, uns die sakralen Räume zeigen lassen und mit ihm offen über Religion und Glaubensfragen sprechen können.

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst unserer Schule, der zusammen mit der katholischen Fachschaft organisiert wird, findet abwechselnd in der Laetare Kirche und der Christus Erlöser Kirche statt. Die Teilnahme daran ist freiwillig, viele unserer Schülerinnen und Schüler engagieren sich jedes Jahr, nehmen aktiv daran teil und gestalten diesen zusammen mit den Lehrkräften.

Zudem findet jährlich für die 12. Jahrgangsstufe die Abiturbesinnung statt, bei der die Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Konfession und Glaubensrichtung, Zeit zum Nachdenken, Reflektieren und Meditieren haben.

 

Um Religion auch außerhalb des Unterrichts erfahren zu können, werden in mehreren Jahrgangsstufen Unterrichtsgänge unternommen.

Die 5. Klassen unternehmen im Rahmen des Religionsunterrichts einen Unterrichtsgang in die Laetare Kirche, um dort mit der Kirche und den sakralen Gegenständen in Kontakt zu kommen. Sie identifizieren so in ihrem Umfeld Spuren von Glaube und Religion und werden über die Bedeutung ausgewählter Symbole und Zeichen im Kontext des christlichen Glaubens aufgeklärt.

In der 7. Jahrgangsstufe wird mit der gesamten Klasse eine Moschee oder das Münchner Forum für Islam besucht, um dort die Grundlagen des muslimischen Glaubens zu erlernen und Spuren islamischer Religion und Kultur in ihrem Umfeld zu identifizieren.

Die 9. Klassen besichtigen eine Synagoge, beschreiben Grundmotive jüdischen Glaubens und stellen sie in einen Zusammenhang zu gelebter jüdischer Religion bzw. Kultur. Hierzu wurde in den letzten Jahren die Synagoge in Augsburg besucht.

So soll der evangelische Religionsunterricht nicht nur die Grundlagen christlicher Religion vermitteln, sondern auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Religionen und Glaubensrichtungen aufzeigen, sodass die Schülerinnen und Schüler in einen interreligiösen Dialog treten können.

Im Schuljahr 2023/2024 wurden von den Fachschaften evangelische und katholische Religionslehre auch die Impulstage für die 6. Klassen und die Orientierungstage in Benediktbeuern für die 9. Klassen ins Leben gerufen.

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